Ein Do it yourself Kettenöler
Motorrad-Ketten neigen zum Verschmutzen und verschleissen daher schnell. Das freut die Hersteller solcher Ketten, geht aber schön ins Geld, wenn man viel fährt. Ein Kettenöler verlängert die Lebensdauer - hier eine Bastelanleitung für einen Kettenöler der nur einige Euro kostet.
Nachdem die SR trotz Wechsel der Schaftdichtungen beim Sölkpasstreffen und der Slowenienausfahrt 2007 rauchte wie ein flüchtender Tintenfisch, stand eine Motorrevision an. Wär gar nicht so schlimm gewesen - neue Kolbenringe und gut wärs gewesen.
Wäre...
Auf der Heimfahrt von Slowenien, ich weiß nicht was mich da geritten hat, hab ich es doch tatsächlich geschafft, den nahezu unzerstörbaren SR-Motor abzustechen.
Jetzt mach ich’s mir selbst…

Statt eine Fachwerkstatt damit zu beauftragen Dinge zu verpfuschen, kann man sie preiswerter auch selbst ruinieren…
Werkzeug kann man in der Schublade verrosten lassen, es dekorativ an die Wand hängen, um bei Hausbesichtigungen zu plakatieren: "Hab ich nicht wunderschönes Werkzeug" ("wunderschön" ist hier mit "unbenutzt" zu ersetzen) oder man kann mal versuchen, es dafür zu benutzen, wofür es gedacht ist – zum Arbeiten. Die Überraschungen, die man dabei mit hochglanzverchromten Baumarkt-Dekorationsartikeln erlebt, sind es allemal wert. Ein Artikel für Aspiranten zum Werkzeugfetischisten…
Das Tauerntreffen auf der Edelraute
Mein ständig auf dem TT vorgetragener Satz sollte sein: "Ich fahr mit der Solo da rauf weil ich mir kein Gespann leisten kann!" In Ermangelung eines solchen hatte ich nämlich beschlossen, nachdem ich vom Andreas eingeladen worden war, meine SR den Tauern hochzutreiben. Bestückt mit einem tschechischen Trialsocken hinten und mit einem Strassenenduroreifen vorne sah das Gerät einigermaßen martialisch aus. Beladen wars sie auch gut - fürs Campieren auf 1.700m Höhe im Winter braucht man halt ein paar Sachen mehr. Beides - der Vorderreifen und das viele Gepäck, sollte sich als typischer Anfängerfehler erweisen.
diktiert von Conny (5 Jahre alt) aufgezeichnet vom Papa
Also...
Erst haben wir eingepackt. Dann sind wir gaaanz gaaanz lange mit dem Rova gefahren. Weil der Papa hat noch immer kein Gespahn. Der tut nicht weita damit.
Der Motor der Jawa 638 ist weit besser als sein Ruf. Es ist eine durchaus moderne Konstruktion, mit Alu-Zylindern, ordentlichen Kurbelwellenlagern, modernen Wellendichtringen die diese Bezeichnung auch verdienen, großer Kupplung und einem brauchbaren Getriebe. Langhubig mit reichlich Schwungmasse und stabilem Leerlauf ist sein Klang meilenweit vom charakteristischem Reng deng deng eines Zweitakters entfernt. Woran liegt es also, das diese Motoren manchmal alle Vorurteile über Ostblocktechnik zu bestätigen scheinen?
Seit die Conny am Sölkpasstreffen ein Gespann entdeckte, das mit vier Kindersitzen im Seitenwagen ausgestattet ist, liegt sie mir in Ohren. Sie will auch mitfahren, wenn der Papa auf Tour geht. Gerne! Da ist nur ein Problem dabei. Gespanne sind teuer, sie können mühelos Preise eines neuen PKW erreichen. Russische Gespanne wären zwar billiger. Aber die Motoren pflegen vormontierte Bausätze mit Wurfpassungen zu sein. Bleibt als Alternative noch die ostdeutsche MZ, die bekommt man aber hierzulande nicht mehr zugelassen.